{"id":"jezyk-niemiecki-2006-listopad-probna-rozszerzona-2/zad/7","paper_id":"jezyk-niemiecki-2006-listopad-probna-rozszerzona-2","number":"7","points":5,"ptype":"closed","subject":"jezyk-niemiecki","category":"probna","year":2006,"month":"listopad","level":"rozszerzona","text":"Zadanie 7. (5 pkt)\nPrzeczytaj poniższy tekst, a następnie zaznacz właściwe, zgodne z jego treścią\nuzupełnienia zdań, zakreślając literę A, B, C lub D.\nZa każde poprawne rozwiązanie otrzymasz 1 punkt.\nZu den merkwürdigsten Abschnitten meines Lebens gehört wohl der, den ich als\nAngestellter in Alfred Wunsiedels Fabrik zubrachte. Von Natur bin ich mehr\ndem Nachdenken und dem Nichtstun zugeneigt als der Arbeit, doch hin und wieder zwingen\nmich anhaltende finanzielle Schwierigkeiten, denn Nachdenken bringt so wenig ein wie\nNichtstun, eine so genannte Stelle anzunehmen. Wieder einmal auf einem solchen Tiefpunkt\nangekommen, vertraute ich mich der Arbeitsvermittlung an und wurde mit sieben anderen\nLeidensgenossen in Wunsiedels Fabrik geschickt, wo wir einer Eignungsprüfung unterzogen\nwerden sollten.\nSchon der Anblick der Fabrik machte mich misstrauisch: Die Fabrik war ganz aus\nGlasziegeln gebaut, und meine Abneigung gegen helle Gebäude und helle Räume ist so stark\nwie meine Abneigung gegen die Arbeit. Noch misstrauischer wurde ich, als uns in der hellen,\nfröhlich ausgemalten Kantine gleich ein Frühstück serviert wurde. Hübsche Kellnerinnen\nbrachten uns Eier, Kaffee und Toaste, in geschmackvollen Karaffen stand Orangensaft;\nGoldfische drückten ihre blasierten Gesichter gegen die Wände hellgrüner Aquarien.\nDie Kellnerinnen waren so fröhlich, dass sie vor Fröhlichkeit fast zu platzen schienen.\nNur starke Willensanstrengung - so schien mir - hielt sie davon zurück, dauernd zu trällern.\nSie waren mit ungesungenen Liedern so angefüllt wie Hühner mit ungelegten Eiern. Ich ahnte\ngleich, was meine Leidensgenossen nicht zu ahnen schienen; dass auch dieses Frühstück zur\nPrüfung gehöre; und so kaute ich hingebungsvoll, mit dem vollen Bewusstsein\neines Menschen, dass er seinem Körper wertvolle Stoffe zuführt. Ich tat etwas, wozu mich\nnormalerweise keine Macht dieser Welt bringen würde: Ich trank auf nüchternen Magen\nOrangensaft, ließ den Kaffee und das Ei stehen, den größten Teil des Toasts liegen, stand auf\nund marschierte handlungsschwanger in der Kantine auf und ab.\nSo wurde ich als erster in den Prüfungsraum geführt, wo auf reizenden Tischen\ndie Fragebogen bereitlagen. [ ] Niemand war zu sehen, und doch war ich so sicher,\nbeobachtet zu werden, dass ich mich so benahm, wie ein Handlungsschwangerer sich\nbenimmt, wenn er sich unbeobachtet glaubt: Ungeduldig riss ich meinen Füllfederhalter aus\nder Tasche, schraubte ihn auf, setzte mich an den nächstbesten Tisch und zog\nden Fragenbogen an mich heran, wie Choleriker Wirtshausrechnungen zu sich hinziehen.\nErste Frage: Halten Sie es für richtig, dass der Mensch nur zwei Arme, zwei Beine,\nAugen und Ohren hat?\nHier ernte ich zum ersten Male die Früchte meiner Nachdenklichkeit und schrieb ohne\nZögern hin: „Selbst vier Arme, Beine, Ohren würden meinem Tatendrang nicht genügen.\nDie Ausstattung des Menschen ist kümmerlich!“\nZweite Frage: Wie viele Telefone können Sie gleichzeitig bedienen?\nAuch hier war die Antwort so leicht wie die Lösung einer Gleichung ersten Grades.\n„Wenn es nur sieben Telefone sind“, schrieb ich, „werde ich ungeduldig, erst bei neun fühle\nich mich vollkommen ausgelastet.“ [ ]\nIch bekam die Stelle. Tatsächlich fühlte ich mich sogar mit neun Telefonen nicht ganz\nausgelastet. Ich rief in die Muscheln der Hörer: „Handeln Sie sofort!“ oder: „Tun Sie etwas! -\nEs muss etwas geschehen.“\nnach: Heinrich Böll, Es wird etwas geschehen\nPróbny egzamin maturalny z języka niemieckiego\nPoziom rozszerzony - część II\n7\n7.1. Im ersten Textabschnitt ist die Rede davon, dass der Erzähler\nA.\nvon Natur aus fleißig, aber leider arbeitslos ist.\nB.\ntrotz einer guten Arbeit finanzielle Probleme hat.\nC.\nnur wegen Geldmangels eine Arbeitsstelle sucht.\nD.\nwegen Schwierigkeiten seine Arbeitsstelle wechselt.\n7.2. In der Fabrik, die der Erzähler besuchte, hat\nA.\nihm die Büroausstattung besonders gut gefallen.\nB.\nihn die Helligkeit der Fabrikräume gestört.\nC.\ner die Kantine besonders geschmackvoll empfunden.\nD.\ner die Goldfische hässlich gefunden.\n7.3. Beim Frühstück, das der Erzähler in der Kantine aß, hat er\nA.\ndas Benehmen der Bedienung unnatürlich gefunden.\nB.\nsich so wie immer verhalten können.\nC.\nsich mit den anderen Leuten fröhlich unterhalten.\nD.\nnur eine Tasse Kaffee zu sich genommen.\n7.4. Die Fragen, die der Erzähler im Fragebogen gefunden hat,\nA.\nhaben ihn zum langen Nachdenken angeregt.\nB.\nhat er vom Inhalt her gar nicht verstanden.\nC.\nhaben ihm viele Schwierigkeiten bereitet.\nD.\nhat er schnell und ohne Zögern beantwortet.\n7.5. Der Text zeigt unter anderem, dass man\nA.\ndas Auswahlverfahren schlau ausnutzen kann.\nB.\nsich mit den anderen Bewerbern unterhalten soll.\nC.\ndem fleißigsten Bewerber eine Chance gibt.\nD.\nauf Berufserfahrung und eine gute Ausbildung Wert legt.\nPRZENIEŚ ROZWIĄZANIE NA KARTĘ ODPOWIEDZI!\nPróbny egzamin maturalny z języka niemieckiego\nPoziom rozszerzony - część II\n8","answer":null,"answer_text":"Zadanie 7.\nZa każde poprawne rozwiązanie przyznajemy 1 punkt. Maksimum 5 punktów.\n7.1. C\n7.2. B\n7.3. A\n7.4. D\n7.5. A","solution":null,"image":"img/jezyk-niemiecki-2006-listopad-probna-rozszerzona-2/zad-7.webp","solution_image":null,"topics":null,"page_from":6,"source":"ocr","answer_source":null,"answer_text_source":"ocr","solution_source":null,"text_source":"ocr","source_label":"Język niemiecki · Matura próbna · listopad 2006 (rozszerzona)","subject_label":"Język niemiecki","category_label":"Matura próbna","text_html":"<p>Zadanie 7. (5 pkt)<br>Przeczytaj poniższy tekst, a następnie zaznacz właściwe, zgodne z jego treścią<br>uzupełnienia zdań, zakreślając literę A, B, C lub D.<br>Za każde poprawne rozwiązanie otrzymasz 1 punkt.<br>Zu den merkwürdigsten Abschnitten meines Lebens gehört wohl der, den ich als<br>Angestellter in Alfred Wunsiedels Fabrik zubrachte. Von Natur bin ich mehr<br>dem Nachdenken und dem Nichtstun zugeneigt als der Arbeit, doch hin und wieder zwingen<br>mich anhaltende finanzielle Schwierigkeiten, denn Nachdenken bringt so wenig ein wie<br>Nichtstun, eine so genannte Stelle anzunehmen. Wieder einmal auf einem solchen Tiefpunkt<br>angekommen, vertraute ich mich der Arbeitsvermittlung an und wurde mit sieben anderen<br>Leidensgenossen in Wunsiedels Fabrik geschickt, wo wir einer Eignungsprüfung unterzogen<br>werden sollten.<br>Schon der Anblick der Fabrik machte mich misstrauisch: Die Fabrik war ganz aus<br>Glasziegeln gebaut, und meine Abneigung gegen helle Gebäude und helle Räume ist so stark<br>wie meine Abneigung gegen die Arbeit. Noch misstrauischer wurde ich, als uns in der hellen,<br>fröhlich ausgemalten Kantine gleich ein Frühstück serviert wurde. Hübsche Kellnerinnen<br>brachten uns Eier, Kaffee und Toaste, in geschmackvollen Karaffen stand Orangensaft;<br>Goldfische drückten ihre blasierten Gesichter gegen die Wände hellgrüner Aquarien.<br>Die Kellnerinnen waren so fröhlich, dass sie vor Fröhlichkeit fast zu platzen schienen.<br>Nur starke Willensanstrengung - so schien mir - hielt sie davon zurück, dauernd zu trällern.<br>Sie waren mit ungesungenen Liedern so angefüllt wie Hühner mit ungelegten Eiern. Ich ahnte<br>gleich, was meine Leidensgenossen nicht zu ahnen schienen; dass auch dieses Frühstück zur<br>Prüfung gehöre; und so kaute ich hingebungsvoll, mit dem vollen Bewusstsein<br>eines Menschen, dass er seinem Körper wertvolle Stoffe zuführt. Ich tat etwas, wozu mich<br>normalerweise keine Macht dieser Welt bringen würde: Ich trank auf nüchternen Magen<br>Orangensaft, ließ den Kaffee und das Ei stehen, den größten Teil des Toasts liegen, stand auf<br>und marschierte handlungsschwanger in der Kantine auf und ab.<br>So wurde ich als erster in den Prüfungsraum geführt, wo auf reizenden Tischen<br>die Fragebogen bereitlagen. [ ] Niemand war zu sehen, und doch war ich so sicher,<br>beobachtet zu werden, dass ich mich so benahm, wie ein Handlungsschwangerer sich<br>benimmt, wenn er sich unbeobachtet glaubt: Ungeduldig riss ich meinen Füllfederhalter aus<br>der Tasche, schraubte ihn auf, setzte mich an den nächstbesten Tisch und zog<br>den Fragenbogen an mich heran, wie Choleriker Wirtshausrechnungen zu sich hinziehen.<br>Erste Frage: Halten Sie es für richtig, dass der Mensch nur zwei Arme, zwei Beine,<br>Augen und Ohren hat?<br>Hier ernte ich zum ersten Male die Früchte meiner Nachdenklichkeit und schrieb ohne<br>Zögern hin: „Selbst vier Arme, Beine, Ohren würden meinem Tatendrang nicht genügen.<br>Die Ausstattung des Menschen ist kümmerlich!“<br>Zweite Frage: Wie viele Telefone können Sie gleichzeitig bedienen?<br>Auch hier war die Antwort so leicht wie die Lösung einer Gleichung ersten Grades.<br>„Wenn es nur sieben Telefone sind“, schrieb ich, „werde ich ungeduldig, erst bei neun fühle<br>ich mich vollkommen ausgelastet.“ [ ]<br>Ich bekam die Stelle. 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