{"id":"jezyk-niemiecki-2006-maj-matura-rozszerzona/zad/10","paper_id":"jezyk-niemiecki-2006-maj-matura-rozszerzona","number":"10","points":7,"ptype":"closed","subject":"jezyk-niemiecki","category":"matura","year":2006,"month":"maj","level":"rozszerzona","text":"Zadanie 10. (7 pkt)\nPrzeczytaj fragmenty artykułu (10.1. - 10.7.), a następnie do każdego z nich\nprzyporządkuj właściwy podtytuł (A - I). Dwa podtytuły nie pasują do żadnego\nfragmentu.\nZa każde poprawne rozwiązanie otrzymasz 1 punkt.\nZUKUNFTSMODELL\n10.1.\nNennen wir sie Annegret Richter. Die zweifache Mutter ist 36 Jahre alt und lebt in\neiner süddeutschen Kleinstadt. Sohn Max ist elf und Tochter Klara sieben Jahre alt. Annegret\nRichter ist gelernte Bankkauffrau. Aber seit ihre Kinder die Schule besuchen, hat sie es\neinfach nicht mehr geschafft, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Saß mit\nschlechtem Gewissen im Büro, wenn sie wusste, dass Max und Klara gerade aus der Schule\nkommen und sich das vorbereitete Mittagessen aufwärmen. Sie machte sich Sorgen, weil sie\nnicht wusste, ob die Kinder tatsächlich ihre Hausaufgaben machen oder stundenlang vor\ndem Fernseher sitzen.\n10.2.\nObwohl Annegrets Mann gerade so viel verdiente, dass es für die Familie reichte, und auch\nwenn sie ihre Tätigkeit als Bankangestellte sehr gerne gemocht hat, gab sie ihre Arbeit auf.\nHortplätze für die Kinder? Fand sie nicht. Eine private Betreuerin am Nachmittag? Konnten\nsich die Richters nicht leisten. So geht es vielen Eltern in Deutschland. Der Traum von vielen\nMüttern und Vätern ist es, Plätze in einer Ganztagsschule für ihre Kinder zu finden. Noch\naber gibt es kein flächendeckendes Angebot und bereits vorhandene Schulen sind oft sehr\nteuer oder verfügen über lange Wartelisten.\n10.3.\nGeht es nach dem Willen der Bundesregierung, wird sich dieser Traum schon in wenigen\nJahren verwirklichen lassen. Die schlechten Ergebnisse deutscher Schüler bei der Pisa-Studie\nhaben die Verantwortlichen davon überzeugt, das Angebot an Ganztagsschulen bundesweit\nauszubauen. Das Bundesbildungsministerium will den Bundesländern dafür bis zum Jahr\n2007 rund vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Nach Angaben des Ministeriums ist\neine „flächendeckende Versorgung“ mit bis zu 10000 neuen Ganztagsschulen das ehrgeizige\nZiel.\n10.4.\nDeutschland hat im Europavergleich nicht nur bei den schulischen Leistungen, sondern auch\nbei der ganztägigen Kinderbetreuung Nachholbedarf. Der Vergleich mit dem Nachbarland\nFrankreich, in dem die Ganztagsschule traditionell die Regelschule ist, lehrt: Dank\ndieses Standardangebots bekommen Frauen mehr Kinder. Die Geburtenzahlen sind, nach\ndem Statistischen Amt der Europäischen Union, in Deutschland rückläufig, in Frankreich\ndagegen auf gleich bleibend viel höherem Niveau. So wurden in Deutschland vor zwei Jahren\ndurchschnittlich 8,9 Kinder je 1000 Einwohner geboren, in Frankreich hingegen waren es\n13,1 Kinder pro 1000 Einwohner.\nArkusz II\n5\n10.5.\nWie viele Ganztagsschulen es in Deutschland bereits gibt, lässt sich in Zahlen nicht sagen.\nZu unterschiedlich\nsind\ndie\nSchulstrukturen\nin\nden\neinzelnen\nBundesländern,\nzu unterschiedlich wird bewertet, was eine Ganztagsschule ist oder nicht. Wenn Vereine oder\nehrenamtliche Helfer die Kinder nachmittags im Schulgebäude betreuen, kann das schon als\nGanztagsschule zählen? Oder verdient das Etikett nur eine Schule, die auch nachmittags\nvollen Unterricht anbietet? Um den Wirrwarr zu ordnen, will die Kultusministerkonferenz\ndemnächst eine Definition der Ganztagsschule erarbeiten. Vermutlich werde man sich auf\nverbindlichen Nachmittagsunterricht einigen. Schätzungen zufolge kann dann zumindest an\njeder dritten deutschen Schule ganztägig unterrichtet werden.\n10.6.\nIn Frankreich gilt die Ganztagsschule schon seit ihrer Einführung als Erfolgsmodell. Es ist\nvöllig selbstverständlich, dass französische Kinder von der Vorschule bis zum Abitur\nein ganztägiges Schulsystem durchlaufen, und zwar in der allgemeinen wie in der beruflichen\nAusbildung. Unterrichtszeiten von 8.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr sind in Frankreich\nselbstverständlich, dennoch gibt das Land nur wenig mehr Geld pro Schüler aus als\nDeutschland, wo die Regelschule mittags endet. Der Grund sind die unterschiedlichen\nPersonalkosten.\n10.7.\nEffekt der großen Betreuungspalette in Frankreich: 80 Prozent der Frauen zwischen 25 und 50\nJahren sind berufstätig. 70 Prozent davon sogar in Vollzeit. Damit hat Frankreich die meisten\nberufstätigen Frauen in Europa. Von der französischen Schultradition und den dortigen\nErfahrungen hat Deutschland gelernt. Wenn sich Ganztagsschulen auch in Deutschland\netabliert haben, müssen Frauen künftig nicht mehr überlegen, ob sie ihren Beruf aufgeben\noder überhaupt Kinder bekommen wollen.\nnach: Deutschland 3/2003\nUntertitel:\nA.\nWenn die deutschen Lehrer nicht so gut verdienen würden\nB.\nEin Begriff - viele Interpretationen\nC.\nGroße Ausgaben für große Pläne\nD.\nUnd was sagen die Kinder dazu?\nE.\nNeue Bürger braucht das Land!\nF.\nZwangsläufige Kündigung\nG.\nKeine Ruhe am Arbeitsplatz\nH.\nStreit um die Ganztagsschule\nI.\nBerufstätig und Mutter - geht doch!\nPRZENIEŚ ROZWIĄZANIE NA KARTĘ ODPOWIEDZI!\nArkusz II\n6","answer":null,"answer_text":null,"solution":null,"image":"img/jezyk-niemiecki-2006-maj-matura-rozszerzona/zad-10.webp","solution_image":null,"topics":null,"page_from":4,"source":"ocr","answer_source":null,"answer_text_source":null,"solution_source":null,"text_source":"ocr","source_label":"Język niemiecki · Matura · maj 2006 (rozszerzona)","subject_label":"Język niemiecki","category_label":"Matura","text_html":"<p>Zadanie 10. 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Sie machte sich Sorgen, weil sie<br>nicht wusste, ob die Kinder tatsächlich ihre Hausaufgaben machen oder stundenlang vor<br>dem Fernseher sitzen.<br>10.2.<br>Obwohl Annegrets Mann gerade so viel verdiente, dass es für die Familie reichte, und auch<br>wenn sie ihre Tätigkeit als Bankangestellte sehr gerne gemocht hat, gab sie ihre Arbeit auf.<br>Hortplätze für die Kinder? Fand sie nicht. Eine private Betreuerin am Nachmittag? Konnten<br>sich die Richters nicht leisten. So geht es vielen Eltern in Deutschland. Der Traum von vielen<br>Müttern und Vätern ist es, Plätze in einer Ganztagsschule für ihre Kinder zu finden. Noch<br>aber gibt es kein flächendeckendes Angebot und bereits vorhandene Schulen sind oft sehr<br>teuer oder verfügen über lange Wartelisten.<br>10.3.<br>Geht es nach dem Willen der Bundesregierung, wird sich dieser Traum schon in wenigen<br>Jahren verwirklichen lassen. Die schlechten Ergebnisse deutscher Schüler bei der Pisa-Studie<br>haben die Verantwortlichen davon überzeugt, das Angebot an Ganztagsschulen bundesweit<br>auszubauen. Das Bundesbildungsministerium will den Bundesländern dafür bis zum Jahr<br>2007 rund vier Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Nach Angaben des Ministeriums ist<br>eine „flächendeckende Versorgung“ mit bis zu 10000 neuen Ganztagsschulen das ehrgeizige<br>Ziel.<br>10.4.<br>Deutschland hat im Europavergleich nicht nur bei den schulischen Leistungen, sondern auch<br>bei der ganztägigen Kinderbetreuung Nachholbedarf. Der Vergleich mit dem Nachbarland<br>Frankreich, in dem die Ganztagsschule traditionell die Regelschule ist, lehrt: Dank<br>dieses Standardangebots bekommen Frauen mehr Kinder. Die Geburtenzahlen sind, nach<br>dem Statistischen Amt der Europäischen Union, in Deutschland rückläufig, in Frankreich<br>dagegen auf gleich bleibend viel höherem Niveau. So wurden in Deutschland vor zwei Jahren<br>durchschnittlich 8,9 Kinder je 1000 Einwohner geboren, in Frankreich hingegen waren es<br>13,1 Kinder pro 1000 Einwohner.<br>Arkusz II<br>5<br>10.5.<br>Wie viele Ganztagsschulen es in Deutschland bereits gibt, lässt sich in Zahlen nicht sagen.<br>Zu unterschiedlich<br>sind<br>die<br>Schulstrukturen<br>in<br>den<br>einzelnen<br>Bundesländern,<br>zu unterschiedlich wird bewertet, was eine Ganztagsschule ist oder nicht. Wenn Vereine oder<br>ehrenamtliche Helfer die Kinder nachmittags im Schulgebäude betreuen, kann das schon als<br>Ganztagsschule zählen? Oder verdient das Etikett nur eine Schule, die auch nachmittags<br>vollen Unterricht anbietet? Um den Wirrwarr zu ordnen, will die Kultusministerkonferenz<br>demnächst eine Definition der Ganztagsschule erarbeiten. Vermutlich werde man sich auf<br>verbindlichen Nachmittagsunterricht einigen. Schätzungen zufolge kann dann zumindest an<br>jeder dritten deutschen Schule ganztägig unterrichtet werden.<br>10.6.<br>In Frankreich gilt die Ganztagsschule schon seit ihrer Einführung als Erfolgsmodell. Es ist<br>völlig selbstverständlich, dass französische Kinder von der Vorschule bis zum Abitur<br>ein ganztägiges Schulsystem durchlaufen, und zwar in der allgemeinen wie in der beruflichen<br>Ausbildung. Unterrichtszeiten von 8.00 bis 12.00 und 14.00 bis 17.00 Uhr sind in Frankreich<br>selbstverständlich, dennoch gibt das Land nur wenig mehr Geld pro Schüler aus als<br>Deutschland, wo die Regelschule mittags endet. Der Grund sind die unterschiedlichen<br>Personalkosten.<br>10.7.<br>Effekt der großen Betreuungspalette in Frankreich: 80 Prozent der Frauen zwischen 25 und 50<br>Jahren sind berufstätig. 70 Prozent davon sogar in Vollzeit. Damit hat Frankreich die meisten<br>berufstätigen Frauen in Europa. 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