{"id":"jezyk-niemiecki-2015-czerwiec-matura-rozszerzona/zad/6","paper_id":"jezyk-niemiecki-2015-czerwiec-matura-rozszerzona","number":"6","points":5,"ptype":"closed","subject":"jezyk-niemiecki","category":"matura","year":2015,"month":"czerwiec","level":"rozszerzona","text":"Zadanie 6. (0-5)\nPrzeczytaj dwa teksty na temat zwolnień i bezrobocia. Z podanych odpowiedzi wybierz\nwłaściwą, zgodną z treścią tekstu. Zakreśl literę A, B, C albo D.\nTekst 1.\nKÜNDIGUNG\n„Im Zuge notwendiger Personaleinsparungen müssen wir leider auch Sie entlassen“, sagte\nder Personalchef zu dem Mann, der ihm nun gegenüber saß. Der Mann antwortete nicht\nsofort. Es kam zu plötzlich. „Sie sind nicht der Einzige“, sagte der Personalchef nach\neiner Pause. „Wir mussten noch achtzig andere entlassen.“ Der Mann nahm an, dass das\nein Trost sein sollte. Ungläubig schüttelte er den Kopf.\n„Wieso bin gerade ich dabei - habe ich denn so schlecht gearbeitet?“, fragte er schließlich.\n„Ich teile Ihnen Ihre Entlassung nur mit. Sie brauchen es nicht persönlich zu nehmen. Unser\nElektronenrechner hat Sie und die achtzig anderen ausgesucht.“ „Wie das?“, fragte der Mann\nverwundert. „Wir haben dem Rechenautomaten die Daten aus den Akten aller Angestellten\neingegeben“, erklärte der Personalchef ungeduldig. „Kopf hoch! Sie sind noch nicht so alt,\ndass Sie nicht woanders etwas finden könnten.“\nDer Mann blieb noch einen Moment sitzen. Doch schließlich erhob er sich langsam, murmelte\n„Danke“ und ging hinaus.\nUnd der Betriebsrat? Der würde ihm weiterhelfen. Dort würde er die wahren Gründe für seine\nEntlassung erfahren. Und vielleicht findet man dort sogar Wege, sie rückgängig zu machen.\nWar nicht der Chef von seiner Entlassung überrascht gewesen?\nNatürlich bemühte er sich, bis jetzt vergeblich, um eine andere Arbeit. Und\ndie Kündigungsfrist endete bald. Noch nie war ihm bewusst geworden, wie jetzt, wie sehr er\nin Abhängigkeit lebte. Wenn es seinem Arbeitgeber gefiel, so kündigte er ihm. Und mit\nder Arbeit blieb dann auch das Geld aus und ohne Geld … . Der Mann hatte plötzlich\ndas Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, als er sich alle möglichen Folgen seiner\nEntlassung ausmalte. Und dabei hatte er nicht einmal Grund, jemandem einen Vorwurf zu\nmachen. Den Vertrag, der besagte, dass der Arbeitgeber ihm genau so gut kündigen konnte\nwie er ihm, hatte er selbst unterschrieben. Und auch die Kündigungsfrist wurde eingehalten.\nUnd doch wäre ihm wohler gewesen, wenn er jemandem die Schuld für seine Entlassung hätte\ngeben können.\nPersonalchef, Betriebsrat, sein Vorgesetzter - jeder machte den Elektronenrechner\nverantwortlich. Konnte man sich an einem Automaten rächen? Das war lächerlich. Aber war\nes nicht feige, sich hinter einem Automaten zu verstecken?\nEin paar Wochen später, an einem Sonntag, fasste der Hausmeister der Firma den Mann.\nEr war in den Raum eingebrochen, in dem der Rechner aufgestellt war, und demolierte\ndie Einrichtung mit einem schweren Hammer.\n„Wie gut wir daran taten, ihn zu entlassen“, meinte der Personalchef: „Sich wegen\neiner Kündigung so aufzuregen.“\nnach: Theo Schmich „Kündigung“\n6.1. Sofort, nachdem der Mann von seiner Entlassung erfahren hatte,\nA. war er überzeugt, dass das ein Irrtum ist.\nB. fragte er den Personalchef, ob er zu alt ist.\nC. verließ er schnell das Büro des Personalchefs.\nD. konnte er gar nichts sagen, weil er überrascht war.\nMJN-1R\n6.2. Kurz vor dem Ende der Kündigungsfrist stellte der Mann fest,\nA. dass sein Arbeitsvertrag Fehler enthielt.\nB. was seine Arbeitslosigkeit für ihn bedeuten kann.\nC. dass er ohne Probleme eine neue Arbeitsstelle findet.\nD. dass man seine Entlassung rückgängig machen kann.\n6.3. Im letzten Absatz steht,\nA. wer an der Entlassung schuld war.\nB. warum der Personalchef Gewissensbisse hatte.\nC. warum der Hausmeister die Maschine demolierte.\nD. wie der Mann seine Wut über die Kündigung abreagierte.\nTekst 2.\nARBEITSLOSIGKEIT\nArbeitslosigkeit ist längst zu einem Phänomen geworden, das alle Alters- und\nBildungsschichten in Deutschland betrifft. Hochschulabsolventen sind überzeugt, dass sie\nsofort nach dem Studium Arbeit finden. Doch der junge Absolvent einer Elite-Universität\nkann genauso Probleme haben wie der fachkundige Abteilungsleiter über 50.\nWenn eine Kündigungswelle im Betrieb startet, wird nach dem Prinzip der Sozialauswahl\ngehandelt. Das bedeutet: Wer die größte finanzielle Verantwortung für seine Familie trägt,\nz. B. alleinstehende Mütter mit Kindern, oder wer aufgrund einer Behinderung nur schwer\neine neue Arbeitsstelle findet, darf seinen Arbeitsplatz behalten.\nGanz oben auf der Kündigungsliste stehen junge Mitarbeiter. In der Regel haben sie noch\nkeine familiären Verpflichtungen. Sie sind auch ortsunabhängig und können - aus Sicht des\nUnternehmens - relativ schnell einen neuen Job finden.\nBesonders schwer wird es in Krisenzeiten, wenn viele Menschen gleichzeitig ihren\nArbeitsplatz verlieren. Vor allem Teilzeitkräfte bekommen schnell Probleme, eine neue\nTätigkeit zu finden. Schwierig wird es auch für Mitarbeiter über 55 Jahre, obwohl gerade sie\nmeist ein über Jahre gewachsenes Fachwissen besitzen.\nEigeninitiative und Kreativität auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz vergrößern, so\nmeinen Experten, die Chance, etwas zu erreichen. Dazu gehören der Wille und der Mut, etwas\nNeues anzufangen oder sogar die vertraute Branche zu wechseln.\nDurch die Arbeitslosenversicherung sind die ersten Monate finanziell gesichert, denn alle\nEntlassenen haben Anspruch auf staatliche Unterstützung. Schwierig wird es für alle, denen\nes nach zwölf Monaten nicht gelungen ist, eine neue Tätigkeit zu finden. Dann endet die\nZahlung des Arbeitslosengeldes.\nnach: www.stern.de\n6.4. Wer wird, bei Massenkündigungen in einer Firma, zuerst entlassen?\nA. Alleinerziehende.\nB. Ältere Menschen.\nC. Erfahrene Führungskräfte.\nD. Unabhängige, jüngere Menschen.\n6.5. Welcher Satz gibt, gemäß dem Text, eine Tatsache (nicht nur eine Meinung)\nwieder?\nA. Arbeitslose haben das Recht, finanzielle Hilfe zu bekommen.\nB. Alle haben eine Chance auf einen Neuanfang, wenn sie kreativ sind.\nC. Junge Hochschulabsolventen finden ohne Probleme eine Arbeitsstelle.\nD. Menschen ohne festen Wohnsitz finden schnell einen neuen Arbeitsplatz.\nPRZENIEŚ ROZWIĄZANIA NA KARTĘ ODPOWIEDZI!\nMJN-1R","answer":null,"answer_text":null,"solution":null,"image":"img/jezyk-niemiecki-2015-czerwiec-matura-rozszerzona/zad-6.webp","solution_image":null,"topics":null,"page_from":6,"source":"ocr","answer_source":null,"answer_text_source":null,"solution_source":null,"text_source":"ocr","source_label":"Język niemiecki · Matura · czerwiec 2015 (rozszerzona)","subject_label":"Język niemiecki","category_label":"Matura","text_html":"<p>Zadanie 6. (0-5)<br>Przeczytaj dwa teksty na temat zwolnień i bezrobocia. Z podanych odpowiedzi wybierz<br>właściwą, zgodną z treścią tekstu. Zakreśl literę A, B, C albo D.<br>Tekst 1.<br>KÜNDIGUNG<br>„Im Zuge notwendiger Personaleinsparungen müssen wir leider auch Sie entlassen“, sagte<br>der Personalchef zu dem Mann, der ihm nun gegenüber saß. Der Mann antwortete nicht<br>sofort. Es kam zu plötzlich. „Sie sind nicht der Einzige“, sagte der Personalchef nach<br>einer Pause. „Wir mussten noch achtzig andere entlassen.“ Der Mann nahm an, dass das<br>ein Trost sein sollte. Ungläubig schüttelte er den Kopf.<br>„Wieso bin gerade ich dabei - habe ich denn so schlecht gearbeitet?“, fragte er schließlich.<br>„Ich teile Ihnen Ihre Entlassung nur mit. Sie brauchen es nicht persönlich zu nehmen. Unser<br>Elektronenrechner hat Sie und die achtzig anderen ausgesucht.“ „Wie das?“, fragte der Mann<br>verwundert. „Wir haben dem Rechenautomaten die Daten aus den Akten aller Angestellten<br>eingegeben“, erklärte der Personalchef ungeduldig. „Kopf hoch! Sie sind noch nicht so alt,<br>dass Sie nicht woanders etwas finden könnten.“<br>Der Mann blieb noch einen Moment sitzen. Doch schließlich erhob er sich langsam, murmelte<br>„Danke“ und ging hinaus.<br>Und der Betriebsrat? Der würde ihm weiterhelfen. Dort würde er die wahren Gründe für seine<br>Entlassung erfahren. Und vielleicht findet man dort sogar Wege, sie rückgängig zu machen.<br>War nicht der Chef von seiner Entlassung überrascht gewesen?<br>Natürlich bemühte er sich, bis jetzt vergeblich, um eine andere Arbeit. Und<br>die Kündigungsfrist endete bald. Noch nie war ihm bewusst geworden, wie jetzt, wie sehr er<br>in Abhängigkeit lebte. Wenn es seinem Arbeitgeber gefiel, so kündigte er ihm. Und mit<br>der Arbeit blieb dann auch das Geld aus und ohne Geld … . Der Mann hatte plötzlich<br>das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen, als er sich alle möglichen Folgen seiner<br>Entlassung ausmalte. Und dabei hatte er nicht einmal Grund, jemandem einen Vorwurf zu<br>machen. Den Vertrag, der besagte, dass der Arbeitgeber ihm genau so gut kündigen konnte<br>wie er ihm, hatte er selbst unterschrieben. Und auch die Kündigungsfrist wurde eingehalten.<br>Und doch wäre ihm wohler gewesen, wenn er jemandem die Schuld für seine Entlassung hätte<br>geben können.<br>Personalchef, Betriebsrat, sein Vorgesetzter - jeder machte den Elektronenrechner<br>verantwortlich. Konnte man sich an einem Automaten rächen? Das war lächerlich. Aber war<br>es nicht feige, sich hinter einem Automaten zu verstecken?<br>Ein paar Wochen später, an einem Sonntag, fasste der Hausmeister der Firma den Mann.<br>Er war in den Raum eingebrochen, in dem der Rechner aufgestellt war, und demolierte<br>die Einrichtung mit einem schweren Hammer.<br>„Wie gut wir daran taten, ihn zu entlassen“, meinte der Personalchef: „Sich wegen<br>einer Kündigung so aufzuregen.“<br>nach: Theo Schmich „Kündigung“<br>6.1. Sofort, nachdem der Mann von seiner Entlassung erfahren hatte,<br>A. war er überzeugt, dass das ein Irrtum ist.<br>B. fragte er den Personalchef, ob er zu alt ist.<br>C. verließ er schnell das Büro des Personalchefs.<br>D. konnte er gar nichts sagen, weil er überrascht war.<br>MJN-1R<br>6.2. Kurz vor dem Ende der Kündigungsfrist stellte der Mann fest,<br>A. dass sein Arbeitsvertrag Fehler enthielt.<br>B. was seine Arbeitslosigkeit für ihn bedeuten kann.<br>C. dass er ohne Probleme eine neue Arbeitsstelle findet.<br>D. dass man seine Entlassung rückgängig machen kann.<br>6.3. Im letzten Absatz steht,<br>A. wer an der Entlassung schuld war.<br>B. warum der Personalchef Gewissensbisse hatte.<br>C. warum der Hausmeister die Maschine demolierte.<br>D. wie der Mann seine Wut über die Kündigung abreagierte.<br>Tekst 2.<br>ARBEITSLOSIGKEIT<br>Arbeitslosigkeit ist längst zu einem Phänomen geworden, das alle Alters- und<br>Bildungsschichten in Deutschland betrifft. Hochschulabsolventen sind überzeugt, dass sie<br>sofort nach dem Studium Arbeit finden. Doch der junge Absolvent einer Elite-Universität<br>kann genauso Probleme haben wie der fachkundige Abteilungsleiter über 50.<br>Wenn eine Kündigungswelle im Betrieb startet, wird nach dem Prinzip der Sozialauswahl<br>gehandelt. Das bedeutet: Wer die größte finanzielle Verantwortung für seine Familie trägt,<br>z. B. alleinstehende Mütter mit Kindern, oder wer aufgrund einer Behinderung nur schwer<br>eine neue Arbeitsstelle findet, darf seinen Arbeitsplatz behalten.<br>Ganz oben auf der Kündigungsliste stehen junge Mitarbeiter. In der Regel haben sie noch<br>keine familiären Verpflichtungen. Sie sind auch ortsunabhängig und können - aus Sicht des<br>Unternehmens - relativ schnell einen neuen Job finden.<br>Besonders schwer wird es in Krisenzeiten, wenn viele Menschen gleichzeitig ihren<br>Arbeitsplatz verlieren. Vor allem Teilzeitkräfte bekommen schnell Probleme, eine neue<br>Tätigkeit zu finden. Schwierig wird es auch für Mitarbeiter über 55 Jahre, obwohl gerade sie<br>meist ein über Jahre gewachsenes Fachwissen besitzen.<br>Eigeninitiative und Kreativität auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz vergrößern, so<br>meinen Experten, die Chance, etwas zu erreichen. Dazu gehören der Wille und der Mut, etwas<br>Neues anzufangen oder sogar die vertraute Branche zu wechseln.<br>Durch die Arbeitslosenversicherung sind die ersten Monate finanziell gesichert, denn alle<br>Entlassenen haben Anspruch auf staatliche Unterstützung. Schwierig wird es für alle, denen<br>es nach zwölf Monaten nicht gelungen ist, eine neue Tätigkeit zu finden. Dann endet die<br>Zahlung des Arbeitslosengeldes.<br>nach: www.stern.de<br>6.4. Wer wird, bei Massenkündigungen in einer Firma, zuerst entlassen?<br>A. Alleinerziehende.<br>B. Ältere Menschen.<br>C. Erfahrene Führungskräfte.<br>D. Unabhängige, jüngere Menschen.<br>6.5. Welcher Satz gibt, gemäß dem Text, eine Tatsache (nicht nur eine Meinung)<br>wieder?<br>A. Arbeitslose haben das Recht, finanzielle Hilfe zu bekommen.<br>B. Alle haben eine Chance auf einen Neuanfang, wenn sie kreativ sind.<br>C. Junge Hochschulabsolventen finden ohne Probleme eine Arbeitsstelle.<br>D. Menschen ohne festen Wohnsitz finden schnell einen neuen Arbeitsplatz.<br>PRZENIEŚ ROZWIĄZANIA NA KARTĘ ODPOWIEDZI!<br>MJN-1R</p>","solutions":[]}