{"id":"jezyk-niemiecki-2019-maj-matura-rozszerzona/zad/6","paper_id":"jezyk-niemiecki-2019-maj-matura-rozszerzona","number":"6","points":5,"ptype":"closed","subject":"jezyk-niemiecki","category":"matura","year":2019,"month":"maj","level":"rozszerzona","text":"Zadanie 6. (0-5)\nPrzeczytaj dwa teksty na temat książek. Z podanych odpowiedzi wybierz właściwą,\nzgodną z treścią tekstu. Zakreśl jedną z liter: A, B, C albo D.\nTekst 1.\nDAS BUCH ALLER BÜCHER\nBastian starrte auf das Buch, das Herr Koreander vorher in Händen gehalten hatte und das nun\nauf dem Ledersessel lag. Er konnte seine Augen einfach nicht davon abwenden. Bastian hatte\ndas Gefühl, dass das Buch wie ein Magnet war. Bastian näherte sich dem Sessel und berührte\ndas Buch - und im gleichen Augenblick machte etwas in seinem Inneren „klick!“. Bastian hatte\ndas Gefühl, dass mit dieser Berührung etwas Neues begonnen hatte. Er hob das Buch hoch und\nbetrachtete es von allen Seiten. Der Buchumschlag war aus Stoff. Beim Durchblättern sah er,\ndass die Schrift in zwei verschiedenen Farben gedruckt war. Bilder gab es keine, aber\nwunderschöne, große Anfangsbuchstaben. Als er den Umschlag noch einmal genauer\nbetrachtete, entdeckte er darauf zwei Schlangen, die sich gegenseitig in den Schwanz bissen\nund so ein Oval bildeten. Und da stand der Titel: DIE UNENDLICHE GESCHICHTE.\nWer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren über einem Buch saß und las und\nlas und die Welt um sich herum vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde, der wird\nwahrscheinlich nicht verstehen können, was Bastian jetzt tat. Er starrte auf den Titel des Buches\nund ihm wurde abwechselnd heiß und kalt. Das, genau das, war es, wovon er schon so oft\ngeträumt hatte: Eine Geschichte, die niemals zu Ende ging! Das Buch aller Bücher!\nEr musste dieses Buch haben, koste es, was es wolle! Koste es, was es wolle? Das war leicht\ngesagt! Er hatte sowieso nicht mehr als die drei Mark und fünfzehn Pfennig Taschengeld. Und\nHerr Koreander hat doch gesagt, dass er Kindern keine Bücher verkauft. Und verschenken\nwürde er es schon gar nicht. Die Sache war hoffnungslos. Und doch wusste Bastian, dass er\nohne das Buch nicht weggehen konnte. Jetzt war ihm klar, dass er nur wegen dieses Buches\nhierhergekommen war, es hatte ihn auf geheimnisvolle Art gerufen, weil es zu ihm wollte, weil\nes eigentlich schon immer ihm gehörte!\nnach: Michael Ende, Die unendliche Geschichte\n6.1. Bastian nahm das Buch in die Hand,\nA. weil es ihn irgendwie anzog.\nB. weil der Umschlag farbig war.\nC. weil er sich die Bilder ansehen wollte.\nD. weil der Titel ihn an seinen Hunger erinnerte.\n6.2. Im letzten Abschnitt will der Autor\nA. erklären, warum das Buch so teuer war.\nB. beschreiben, wie sehr Bastian das Buch haben wollte.\nC. erzählen, auf welche Weise Bastian an das Buch kommen wollte.\nD. klarstellen, warum Herr Koreander keine Bücher an Kinder verkaufte.\nMJN-1R\nTekst 2.\nEINE SCHWERE ENTSCHEIDUNG\nHeute kommt der Antiquar und bringt meine Freunde weg. Sie begleiteten mich über vierzig\nJahre, um die sechstausend mögen es sein. Sie schenkten mir Einsichten und munterten mich\nauf. Wenn ich heute nicht dumm bin, dann ist das ihr Verdienst.\nSieben Meter Regale, vom Boden bis zur Decke, zweireihig eingeräumt. Die Regalbretter\nbiegen sich schon. Auf den Büchern der ersten Reihe liegen neuere Bücher, sodass ich nicht\nmehr sehe, welche dahinter sind. Dann ist da der Karton auf dem Speicher, dessen Inhalt ich\nnicht mal mehr kenne. Kein Stückchen Fußboden mehr, um einen Lesesessel hinzustellen.\nIch habe versucht, einige im Antiquariat zu verkaufen. Der Antiquar sagte: „Ich gebe Ihnen\n12 Euro für alle.“ Der Preis war so lächerlich niedrig, dass ich ihm kurz entschlossen\nden Großteil meiner Bücher geschenkt habe. Dies lag nicht an meinen Büchern, sondern an\ndem leichten Zugang zu E-Books. Man kann ja heute alles herunterladen. Vor zehn Jahren\nzahlten Antiquariate einem vielleicht ein Viertel des Neupreises. Heute stehen an manchen\nBushaltestellen Schachteln mit dem Schild „Bitte mitnehmen“, denn viele wollen lieber Bücher\nauf Bildschirmen.\nAuf dem Buchmarkt von heute sieht es ähnlich aus wie bei mir im Regal: Er ist komplett\nüberschwemmt. 8,5 Milliarden Bücher stehen einer Schätzung nach in deutschen Haushalten\nherum. Mit jedem Jahr kommen über 300 Millionen neue dazu. Und weil keiner sie wegwirft,\nwerden es immer mehr.\nEinen Band nach dem anderen ziehe ich raus - und schiebe ihn wieder hinein. Astrid Lindgrens\nGeschichten, die Rezepte von Bocuse - warum fällt das Aussortieren so schwer? Weil jedes\nBuch eine Seele hat. Es bewahrt die Gedanken eines Menschen. Zu jedem Buch fallen mir\nSituationen ein, in denen ich gerade dieses Buch brauchte. Die alte Ausgabe der Iphigenie auf\nTauris - ideal für den Urlaub am Strand. Die zwei Ausgaben von Thoreaus Walden haben\nverschiedene Übersetzer, wäre spannend, das zu vergleichen. So schleicht sich mancher Titel\nzurück ins Regal.\nDer Antiquar sammelt Bücher halb wohltätig, halb kommerziell. Was er nicht online oder\nim Antiquariat verkaufen kann, verschenkt er an Bedürftige. „Ich bin so etwas wie das gute\nGewissen der Leute, die ihre Bücher nicht in den Müll werfen wollen“, sagt er. Fast alle meine\nBücher nimmt er mit in sein Antiquariat. Ich gucke auf die Regale und fühle mich befreit.\nEin paar Passwörter öffnen mir jetzt den Zugang zu allem, was ich lesen will, schneller, als ich\nmeinen Hocker an die Regalwand schiebe.\nnach: www.zeit.de\n6.3. Was macht der Autor mit seiner Büchersammlung?\nA. Er verkauft viele Werke per Internet.\nB. Er schenkt einige Bücher seinen Freunden.\nC. Er gibt dem Antiquar die meisten seiner Bücher kostenlos.\nD. Er legt manche Bücher in einem Karton an einer Bushaltestelle aus.\n6.4. Warum fällt es dem Autor so schwer, die Bücher zum Abgeben auszusortieren?\nA. Er will alle Bücher noch einmal lesen.\nB. Seine Sammlung enthält wertvolle Bücher.\nC. Er hat früher viel Geld für die Bücher ausgegeben.\nD. Jedes seiner Bücher ruft verschiedene Assoziationen hervor.\nMJN-1R\n6.5. Was ist der Hauptgedanke des Textes?\nA. Alte Bücher eignen sich für den Urlaub.\nB. Der Abschied von gedruckten Büchern fällt nicht schwer.\nC. Der Wert von gedruckten Büchern nimmt immer mehr zu.\nD. Der technische Fortschritt hat eine neue Ära für Bücherleser eingeleitet.\nPRZENIEŚ ROZWIĄZANIA NA KARTĘ ODPOWIEDZI!","answer":null,"answer_text":"6. Użycie zwrotów typu: Moim zdaniem, Według mnie nie wpływa na obniżenie jakości tezy\nw rozprawce „za i przeciw”, jeśli zdający wskazuje w tezie na wady i zalety danego\nzjawiska.","solution":null,"image":"img/jezyk-niemiecki-2019-maj-matura-rozszerzona/zad-6.webp","solution_image":null,"topics":null,"page_from":6,"source":"ocr","answer_source":null,"answer_text_source":"ocr","solution_source":null,"text_source":"ocr","source_label":"Język niemiecki · Matura · maj 2019 (rozszerzona)","subject_label":"Język niemiecki","category_label":"Matura","text_html":"<p>Zadanie 6. (0-5)<br>Przeczytaj dwa teksty na temat książek. Z podanych odpowiedzi wybierz właściwą,<br>zgodną z treścią tekstu. Zakreśl jedną z liter: A, B, C albo D.<br>Tekst 1.<br>DAS BUCH ALLER BÜCHER<br>Bastian starrte auf das Buch, das Herr Koreander vorher in Händen gehalten hatte und das nun<br>auf dem Ledersessel lag. Er konnte seine Augen einfach nicht davon abwenden. Bastian hatte<br>das Gefühl, dass das Buch wie ein Magnet war. Bastian näherte sich dem Sessel und berührte<br>das Buch - und im gleichen Augenblick machte etwas in seinem Inneren „klick!“. Bastian hatte<br>das Gefühl, dass mit dieser Berührung etwas Neues begonnen hatte. Er hob das Buch hoch und<br>betrachtete es von allen Seiten. Der Buchumschlag war aus Stoff. Beim Durchblättern sah er,<br>dass die Schrift in zwei verschiedenen Farben gedruckt war. Bilder gab es keine, aber<br>wunderschöne, große Anfangsbuchstaben. Als er den Umschlag noch einmal genauer<br>betrachtete, entdeckte er darauf zwei Schlangen, die sich gegenseitig in den Schwanz bissen<br>und so ein Oval bildeten. Und da stand der Titel: DIE UNENDLICHE GESCHICHTE.<br>Wer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren über einem Buch saß und las und<br>las und die Welt um sich herum vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde, der wird<br>wahrscheinlich nicht verstehen können, was Bastian jetzt tat. Er starrte auf den Titel des Buches<br>und ihm wurde abwechselnd heiß und kalt. Das, genau das, war es, wovon er schon so oft<br>geträumt hatte: Eine Geschichte, die niemals zu Ende ging! Das Buch aller Bücher!<br>Er musste dieses Buch haben, koste es, was es wolle! Koste es, was es wolle? Das war leicht<br>gesagt! Er hatte sowieso nicht mehr als die drei Mark und fünfzehn Pfennig Taschengeld. Und<br>Herr Koreander hat doch gesagt, dass er Kindern keine Bücher verkauft. Und verschenken<br>würde er es schon gar nicht. Die Sache war hoffnungslos. Und doch wusste Bastian, dass er<br>ohne das Buch nicht weggehen konnte. Jetzt war ihm klar, dass er nur wegen dieses Buches<br>hierhergekommen war, es hatte ihn auf geheimnisvolle Art gerufen, weil es zu ihm wollte, weil<br>es eigentlich schon immer ihm gehörte!<br>nach: Michael Ende, Die unendliche Geschichte<br>6.1. Bastian nahm das Buch in die Hand,<br>A. weil es ihn irgendwie anzog.<br>B. weil der Umschlag farbig war.<br>C. weil er sich die Bilder ansehen wollte.<br>D. weil der Titel ihn an seinen Hunger erinnerte.<br>6.2. Im letzten Abschnitt will der Autor<br>A. erklären, warum das Buch so teuer war.<br>B. beschreiben, wie sehr Bastian das Buch haben wollte.<br>C. erzählen, auf welche Weise Bastian an das Buch kommen wollte.<br>D. klarstellen, warum Herr Koreander keine Bücher an Kinder verkaufte.<br>MJN-1R<br>Tekst 2.<br>EINE SCHWERE ENTSCHEIDUNG<br>Heute kommt der Antiquar und bringt meine Freunde weg. Sie begleiteten mich über vierzig<br>Jahre, um die sechstausend mögen es sein. Sie schenkten mir Einsichten und munterten mich<br>auf. Wenn ich heute nicht dumm bin, dann ist das ihr Verdienst.<br>Sieben Meter Regale, vom Boden bis zur Decke, zweireihig eingeräumt. Die Regalbretter<br>biegen sich schon. Auf den Büchern der ersten Reihe liegen neuere Bücher, sodass ich nicht<br>mehr sehe, welche dahinter sind. Dann ist da der Karton auf dem Speicher, dessen Inhalt ich<br>nicht mal mehr kenne. Kein Stückchen Fußboden mehr, um einen Lesesessel hinzustellen.<br>Ich habe versucht, einige im Antiquariat zu verkaufen. Der Antiquar sagte: „Ich gebe Ihnen<br>12 Euro für alle.“ Der Preis war so lächerlich niedrig, dass ich ihm kurz entschlossen<br>den Großteil meiner Bücher geschenkt habe. Dies lag nicht an meinen Büchern, sondern an<br>dem leichten Zugang zu E-Books. Man kann ja heute alles herunterladen. Vor zehn Jahren<br>zahlten Antiquariate einem vielleicht ein Viertel des Neupreises. Heute stehen an manchen<br>Bushaltestellen Schachteln mit dem Schild „Bitte mitnehmen“, denn viele wollen lieber Bücher<br>auf Bildschirmen.<br>Auf dem Buchmarkt von heute sieht es ähnlich aus wie bei mir im Regal: Er ist komplett<br>überschwemmt. 8,5 Milliarden Bücher stehen einer Schätzung nach in deutschen Haushalten<br>herum. Mit jedem Jahr kommen über 300 Millionen neue dazu. Und weil keiner sie wegwirft,<br>werden es immer mehr.<br>Einen Band nach dem anderen ziehe ich raus - und schiebe ihn wieder hinein. Astrid Lindgrens<br>Geschichten, die Rezepte von Bocuse - warum fällt das Aussortieren so schwer? Weil jedes<br>Buch eine Seele hat. Es bewahrt die Gedanken eines Menschen. Zu jedem Buch fallen mir<br>Situationen ein, in denen ich gerade dieses Buch brauchte. Die alte Ausgabe der Iphigenie auf<br>Tauris - ideal für den Urlaub am Strand. Die zwei Ausgaben von Thoreaus Walden haben<br>verschiedene Übersetzer, wäre spannend, das zu vergleichen. So schleicht sich mancher Titel<br>zurück ins Regal.<br>Der Antiquar sammelt Bücher halb wohltätig, halb kommerziell. Was er nicht online oder<br>im Antiquariat verkaufen kann, verschenkt er an Bedürftige. „Ich bin so etwas wie das gute<br>Gewissen der Leute, die ihre Bücher nicht in den Müll werfen wollen“, sagt er. Fast alle meine<br>Bücher nimmt er mit in sein Antiquariat. Ich gucke auf die Regale und fühle mich befreit.<br>Ein paar Passwörter öffnen mir jetzt den Zugang zu allem, was ich lesen will, schneller, als ich<br>meinen Hocker an die Regalwand schiebe.<br>nach: www.zeit.de<br>6.3. Was macht der Autor mit seiner Büchersammlung?<br>A. Er verkauft viele Werke per Internet.<br>B. Er schenkt einige Bücher seinen Freunden.<br>C. Er gibt dem Antiquar die meisten seiner Bücher kostenlos.<br>D. Er legt manche Bücher in einem Karton an einer Bushaltestelle aus.<br>6.4. Warum fällt es dem Autor so schwer, die Bücher zum Abgeben auszusortieren?<br>A. 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