{"id":"jezyk-niemiecki-2023-przykladowy-arkusz-cke-rozszerzona/zad/6","paper_id":"jezyk-niemiecki-2023-przykladowy-arkusz-cke-rozszerzona","number":"6","points":8,"ptype":"closed","subject":"jezyk-niemiecki","category":"przykladowy","year":2023,"month":null,"level":"rozszerzona","text":"Zadanie 6. (0-8)\nPrzeczytaj dwa teksty związane z urlopem. Wykonaj zadania 6.1.-6.8. zgodnie\nz poleceniami.\nTekst 1.\nNEUJAHR\nEs war Henning, der auf diesem Urlaub bestanden hat. Sie hätten Weihnachten zu Hause\nfeiern können, günstig und gemütlich in ihrer großen Göttinger Wohnung. Sie hätten Freunde\nbesuchen können oder sich im Centerpark einmieten. Aber dann wollte Henning plötzlich nach\nLanzarote. Ohne Theresa zu fragen, mietete er eine Ferienunterkunft für sich und die Familie,\nzwei Wochen in der Sonne, über Weihnachten und Neujahr. Keine Villa, sondern etwas, das\nsie sich leisten können.\nDas Wetter ist toll, ein paar Mal waren sie schon am Strand. Henning kommt es vor, als läge\nWeihnachten schon viel länger zurück. Irgendwie war Heiligabend ganz schön. Wobei „schön“\nseit vier Jahren bedeutet: schön für die Kinder. Theresa hat darauf bestanden,\neinen Tannenbaum zu organisieren. Gleich nach der Ankunft auf der Insel ist sie stundenlang\nim Mietwagen durch die Gegend gefahren, um auf einer Insel ohne nennenswerte Vegetation\neine Fichte aufzutreiben.\nTheresa musste schließlich einsehen, dass es auf der ganzen Insel keine Tannenbäume gab,\ngenauer gesagt, nur eine kleine Anzahl von vorbestellten Exemplaren, die ein deutscher\nPflanzenhändler für deutsche Auswanderer per Schiff importieren lässt. Als sie schon mit\ndem Gedanken spielte, das Bäumchen selbst zu basteln, hat ihr der Hausbesitzer über\neinen Nachbarort erzählt, wo man einen künstlichen Tannenbaum kaufen kann. Sie kam dann\nmit einem Plastikbäumchen nach Hause, fertig geschmückt und im Kofferraum versteckt,\ndamit sie den Kindern später erzählen konnte, das Christkind habe ihn gebracht. Seit Bibbi\nund Jonas auf der Welt sind, zieht Theresa diese Show jedes Jahr durch. Am Heiligabend war\nHenning Theresa dann doch dankbar für ihre Hartnäckigkeit. Mit strahlenden Augen standen\ndie Kinder vor dem billig geschmückten Plastikbäumchen und stupsten die bunten Kugeln mit\nden Fingern an. Henning sah sie an und ihm war offenbar etwas in die Augen gekommen,\ndenn er wischte sie sich verstohlen ab.\nUm auch den Silvesterabend familienfreundlich zu gestalten, hatten sie auf Last-Minute-Basis\ndas Silvestermenü im Hotel „Las Olas“ gebucht, und zwar die erste Schicht, Beginn 18:00 Uhr.\nEnde 20:30 Uhr, weil um 21:00 Uhr die nächsten Gäste kamen. Das war natürlich viel zu früh,\naber optimal für den Tagesrhythmus der Kinder, der sich auf diese Weise nur um knapp zwei\nStunden verschob. Der Speisesaal des „Las Olas“ war sehr groß. Tische für acht Personen\nstanden dicht an dicht. Es roch nach Massenabfertigung. Sie hatten sich das Arrangement\nfestlicher vorgestellt. Beim Betreten des Speisesaals fühlte sich Henning wie auf\neinem Kreuzfahrtschiff. An den meisten Tischen saßen bereits Gäste, blickten\nden Neuankömmlingen entgegen oder studierten das Menü. Er fand es unangenehm, sich zu\nFremden zu setzen. Henning beschloss, sich zu entspannen.\nNa podstawie: Juli Zeh, https://webreader.mytolino.com/reader\nMJNP-R0-100\nW zadaniach 6.1.-6.4. z podanych odpowiedzi wybierz właściwą, zgodną z treścią\ntekstu. Zakreśl jedną z liter: A, B, C albo D.\n6.1. Die Familie verbrachte Weihnachten und Neujahr auf Lanzarote,\nA. denn Henning kam die spontane Idee, dorthin zu fliegen.\nB. denn Theresas Familie stellte ihr dort eine Villa zur Verfügung.\nC. denn Henning bekam ein besonders günstiges Ferienangebot.\nD. denn Theresa hatte keine Lust, ihre Freunde an Weihnachten zu besuchen.\n6.2. Nachdem Theresa viel Zeit mit der Suche nach einem Tannenbaum verbracht hatte,\nA. bastelte sie einen Baum aus Zweigen.\nB. bekam sie einen von dem Hausbesitzer.\nC. fand sie einen bei einem deutschen Händler.\nD. kaufte sie ein künstliches Bäumchen in einem anderen Ort.\n6.3. Wie ist der unterstrichene Satz im Zusammenhang mit dem Text zu verstehen?\nA. Henning kamen beinahe Tränen vor Lachen.\nB. Henning hatte Tränen der Rührung in den Augen.\nC. Henning machte große Augen, als er den Baum sah.\nD. Henning konnte seiner Frau nicht in die Augen schauen.\n6.4. Was war für die Familie bei dem Silvesterabend von Vorteil?\nA. Das Silvestermenü war lecker und vielfältig.\nB. Sie konnten andere Leute mit Kindern kennenlernen.\nC. Die Zeit des Abendessens war für die Kinder passend.\nD. Die Tische im Speisesaal waren voneinander weit entfernt.\nMJNP-R0-100\nTekst 2.\nEINE KLEINE KULTURGESCHICHTE DES URLAUBS\nUrlaub machen ist heute für die meisten Menschen ganz selbstverständlich. Historisch war\ndas anders. Im Mittelalter konnte niemand den Hof eines Adeligen so einfach verlassen, er\nmusste um „urloup“ bitten. Dabei ging es aber nicht darum, sich von der Arbeit zu erholen,\nsondern darum, Geschäfte zu erledigen oder Familienangelegenheiten zu regeln. Einfach mal\n„Freizeit“ haben zu wollen, war kein akzeptabler Grund.\nDer Urlaub im heutigen Sinne, als bezahlte Freizeit zum Zwecke der Erholung, ist\neine europäische Erfindung aus der Zeit der Industrialisierung. Diese Mode fing so um 1830\nan. Man hat ein Attest bei einem Arzt besorgt und ist aufgrund dessen dann in den Urlaub\ngefahren. Es ging dabei um die Regeneration der Arbeitskraft. Diese Möglichkeit hatten aber\nnur die Beamten, an die Masse der Fabrikarbeiter dachte noch niemand. In\nder Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts wurde streng unterschieden zwischen\nMenschen, die mit der Hand arbeiteten, und denen, die geistig tätig waren.\nAm Ende des Kaiserreichs, 1914, hatten dann alle Beamten einen Anspruch auf bezahlte\nErholungszeit. Je nach Platz in der Hierarchie konnte der Urlaub von drei Tagen bis zu sechs\nWochen dauern. Für Arbeiter gab es so gut wie keinen Urlaub. Nur ein paar philanthropische\nUnternehmer haben ihn als eine Art Bonus gewährt. Nach 1945 wurde schließlich gesetzlich\nfestgelegt, dass jedem Arbeitnehmer zuerst zwei und seit den 60er-Jahren drei Wochen\nUrlaub pro Jahr zustehen.\nGleich nach dem Zweiten Weltkrieg ist an Urlaub erstmal gar nicht zu denken, aber mit\ndem Wirtschaftswunder boomt dann der Tourismus: „Dreieinhalb Millionen fuhren nach Italien.\nDas Automobil gehört für seine Besitzer schon zur Familie. Das verhilft auch zu einem Platz\nan der Sonne“, hieß es in einem Fernsehbericht. Der Weg nach Italien ist nicht mehr\nanstrengend und das Land mit immer blauem Himmel ist für die Deutschen sehr attraktiv.\nFernreisen bedeuteten aber oft einen Kulturschock: das ungewohnte Klima oder\ndas unbekannte Essen. Urlaub bedeutet erlaubte Entfernung vom Alltag, die Begegnung mit\ndem Fremden, etwa beim Spaghetti-Essen. Im Baedeker von 1955 liest man: „Die Dinger sind\nentsetzlich lang - aber bitte, legen Sie das Messer weg! Wir wollen nicht auffallen.“\nIn den fünfziger Jahren gab es sogar eine Riesendebatte im Bundestag, ob man nicht in\nden Schulen Tourismusunterricht machen sollte, weil jeder Deutsche gleichzeitig\nein Botschafter des Landes ist, wenn er sich im Ausland aufhält.\nBis Ende der 60er-Jahre verdoppelte sich das durchschnittliche Einkommen. Langsam\nentsteht der Massentourismus. Massentourismus ist eigentlich immer auf die Reiseart\nbezogen, man bucht bei einem Reiseveranstalter und organisiert eben nicht selbst. Klassische\nUrlaubsländer wie Griechenland oder Spanien werden jährlich von mehr Fremden besucht,\nals sie Einwohner haben.\nNa podstawie: www.deutschlandfunk.de\nMJNP-R0-100\nUzupełnij luki 6.5.-6.8. zgodnie z treścią tekstu, tak aby jak najbardziej precyzyjnie\noddać jego sens. Luki należy uzupełnić w języku niemieckim.\nIm Mittelalter musste derjenige, der die Erlaubnis bekommen wollte, sich für eine gewisse Zeit\nvom Fürsten- oder Königshof zu entfernen, einen zwingenden Grund dafür angeben. Erlaubt\nwurden Reisen nur dann, wenn jemand 6.5.\nmusste.\nDie Mode, Urlaub im heutigen Sinne zu machen, kam erst im 19. Jahrhundert. Die ersten, die\nihre Arbeitskraft regenerieren konnten, waren Menschen, die 6.6.\nSie mussten zuvor von einem Arzt bescheinigt bekommen, dass der Urlaub der Regeneration\ndient.\nAm\nEnde\ndes\nKaiserreiches\nhatte\ndiese\nGruppe\nschon\ndas Recht 6.7.\nNach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es einige Zeit, bis man zu reisen begann. Aber schon in\nden 50er-Jahren wurden die Deutschen mobiler und besuchten in ihren neuen Autos\nmassenweise Italien. Zwar lassen die Ratschläge zum Spaghetti-Essen im Baedeker\nvermuten, dass die Fernreisen für die Deutschen 6.8.\n,\naber das hat die Touristen nicht entmutigt. Die steigenden Zahlen der Auslandstouristen haben\nsogar dazu geführt, dass man „Tourismus“ als Fach in den Schulen einführen wollte.\nBis Ende der 60er-Jahre stieg die Zahl der Leute, die im Urlaub ins Ausland fuhren, weiter an.\nDas war der richtige Beginn des Massentourismus.\nMJNP-R0-100","answer":null,"answer_text":"6. Stanowisko wyrażone w tezie musi być spójne z treścią rozwinięcia rozprawki. Teza jest\nkwalifikowana jako „nie w pełni zgodna z argumentacją przedstawioną w rozwinięciu”,\njeśli np.\n• zdający pomija w rozwinięciu kwestie zasygnalizowane w tezie, np. uwzględnia\nw tezie oba elementy tematu - wygodę i motywację, a w rozwinięciu omawia tylko\njeden z nich lub w tezie porównuje walory zajęć online z zajęciami w klubie fitness,\na w rozwinięciu nie odnosi się w ogóle do zajęć w klubie fitness;\n• zdający wprowadza w rozwinięciu argumenty, które są sprzeczne z tezą (np. teza\nzapowiada omawianie pozytywnych stron udziału w zajęciach fitness przez Internet,\na w rozwinięciu przedstawione są również negatywne strony takiej aktywności).\nPodanie argumentów sprzecznych z postawioną tezą jest akceptowane pod\nwarunkiem, że zdający wskazuje na poglądy innych osób po to, żeby wyjaśnić,\ndlaczego się z nimi nie zgadza, np. Viele meiner Altersgenossen finden das Training in\neinem kleinen Zimmer wenig komfortabel. Für mich ist dieses Argument jedoch nicht\nüberzeugend.","solution":null,"image":"img/jezyk-niemiecki-2023-przykladowy-arkusz-cke-rozszerzona/zad-6.webp","solution_image":null,"topics":null,"page_from":8,"source":"ocr","answer_source":null,"answer_text_source":"ocr","solution_source":null,"text_source":"ocr","source_label":"Język niemiecki · Arkusz przykładowy · 2023 (rozszerzona)","subject_label":"Język niemiecki","category_label":"Arkusz przykładowy","text_html":"<p>Zadanie 6. (0-8)<br>Przeczytaj dwa teksty związane z urlopem. Wykonaj zadania 6.1.-6.8. zgodnie<br>z poleceniami.<br>Tekst 1.<br>NEUJAHR<br>Es war Henning, der auf diesem Urlaub bestanden hat. Sie hätten Weihnachten zu Hause<br>feiern können, günstig und gemütlich in ihrer großen Göttinger Wohnung. Sie hätten Freunde<br>besuchen können oder sich im Centerpark einmieten. Aber dann wollte Henning plötzlich nach<br>Lanzarote. Ohne Theresa zu fragen, mietete er eine Ferienunterkunft für sich und die Familie,<br>zwei Wochen in der Sonne, über Weihnachten und Neujahr. Keine Villa, sondern etwas, das<br>sie sich leisten können.<br>Das Wetter ist toll, ein paar Mal waren sie schon am Strand. Henning kommt es vor, als läge<br>Weihnachten schon viel länger zurück. Irgendwie war Heiligabend ganz schön. Wobei „schön“<br>seit vier Jahren bedeutet: schön für die Kinder. Theresa hat darauf bestanden,<br>einen Tannenbaum zu organisieren. Gleich nach der Ankunft auf der Insel ist sie stundenlang<br>im Mietwagen durch die Gegend gefahren, um auf einer Insel ohne nennenswerte Vegetation<br>eine Fichte aufzutreiben.<br>Theresa musste schließlich einsehen, dass es auf der ganzen Insel keine Tannenbäume gab,<br>genauer gesagt, nur eine kleine Anzahl von vorbestellten Exemplaren, die ein deutscher<br>Pflanzenhändler für deutsche Auswanderer per Schiff importieren lässt. Als sie schon mit<br>dem Gedanken spielte, das Bäumchen selbst zu basteln, hat ihr der Hausbesitzer über<br>einen Nachbarort erzählt, wo man einen künstlichen Tannenbaum kaufen kann. Sie kam dann<br>mit einem Plastikbäumchen nach Hause, fertig geschmückt und im Kofferraum versteckt,<br>damit sie den Kindern später erzählen konnte, das Christkind habe ihn gebracht. Seit Bibbi<br>und Jonas auf der Welt sind, zieht Theresa diese Show jedes Jahr durch. Am Heiligabend war<br>Henning Theresa dann doch dankbar für ihre Hartnäckigkeit. Mit strahlenden Augen standen<br>die Kinder vor dem billig geschmückten Plastikbäumchen und stupsten die bunten Kugeln mit<br>den Fingern an. Henning sah sie an und ihm war offenbar etwas in die Augen gekommen,<br>denn er wischte sie sich verstohlen ab.<br>Um auch den Silvesterabend familienfreundlich zu gestalten, hatten sie auf Last-Minute-Basis<br>das Silvestermenü im Hotel „Las Olas“ gebucht, und zwar die erste Schicht, Beginn 18:00 Uhr.<br>Ende 20:30 Uhr, weil um 21:00 Uhr die nächsten Gäste kamen. Das war natürlich viel zu früh,<br>aber optimal für den Tagesrhythmus der Kinder, der sich auf diese Weise nur um knapp zwei<br>Stunden verschob. Der Speisesaal des „Las Olas“ war sehr groß. Tische für acht Personen<br>standen dicht an dicht. Es roch nach Massenabfertigung. Sie hatten sich das Arrangement<br>festlicher vorgestellt. Beim Betreten des Speisesaals fühlte sich Henning wie auf<br>einem Kreuzfahrtschiff. An den meisten Tischen saßen bereits Gäste, blickten<br>den Neuankömmlingen entgegen oder studierten das Menü. Er fand es unangenehm, sich zu<br>Fremden zu setzen. Henning beschloss, sich zu entspannen.<br>Na podstawie: Juli Zeh, https://webreader.mytolino.com/reader<br>MJNP-R0-100<br>W zadaniach 6.1.-6.4. z podanych odpowiedzi wybierz właściwą, zgodną z treścią<br>tekstu. Zakreśl jedną z liter: A, B, C albo D.<br>6.1. Die Familie verbrachte Weihnachten und Neujahr auf Lanzarote,<br>A. denn Henning kam die spontane Idee, dorthin zu fliegen.<br>B. denn Theresas Familie stellte ihr dort eine Villa zur Verfügung.<br>C. denn Henning bekam ein besonders günstiges Ferienangebot.<br>D. denn Theresa hatte keine Lust, ihre Freunde an Weihnachten zu besuchen.<br>6.2. Nachdem Theresa viel Zeit mit der Suche nach einem Tannenbaum verbracht hatte,<br>A. bastelte sie einen Baum aus Zweigen.<br>B. bekam sie einen von dem Hausbesitzer.<br>C. fand sie einen bei einem deutschen Händler.<br>D. kaufte sie ein künstliches Bäumchen in einem anderen Ort.<br>6.3. Wie ist der unterstrichene Satz im Zusammenhang mit dem Text zu verstehen?<br>A. Henning kamen beinahe Tränen vor Lachen.<br>B. Henning hatte Tränen der Rührung in den Augen.<br>C. Henning machte große Augen, als er den Baum sah.<br>D. Henning konnte seiner Frau nicht in die Augen schauen.<br>6.4. Was war für die Familie bei dem Silvesterabend von Vorteil?<br>A. Das Silvestermenü war lecker und vielfältig.<br>B. Sie konnten andere Leute mit Kindern kennenlernen.<br>C. Die Zeit des Abendessens war für die Kinder passend.<br>D. Die Tische im Speisesaal waren voneinander weit entfernt.<br>MJNP-R0-100<br>Tekst 2.<br>EINE KLEINE KULTURGESCHICHTE DES URLAUBS<br>Urlaub machen ist heute für die meisten Menschen ganz selbstverständlich. Historisch war<br>das anders. Im Mittelalter konnte niemand den Hof eines Adeligen so einfach verlassen, er<br>musste um „urloup“ bitten. Dabei ging es aber nicht darum, sich von der Arbeit zu erholen,<br>sondern darum, Geschäfte zu erledigen oder Familienangelegenheiten zu regeln. Einfach mal<br>„Freizeit“ haben zu wollen, war kein akzeptabler Grund.<br>Der Urlaub im heutigen Sinne, als bezahlte Freizeit zum Zwecke der Erholung, ist<br>eine europäische Erfindung aus der Zeit der Industrialisierung. Diese Mode fing so um 1830<br>an. Man hat ein Attest bei einem Arzt besorgt und ist aufgrund dessen dann in den Urlaub<br>gefahren. Es ging dabei um die Regeneration der Arbeitskraft. Diese Möglichkeit hatten aber<br>nur die Beamten, an die Masse der Fabrikarbeiter dachte noch niemand. In<br>der Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts wurde streng unterschieden zwischen<br>Menschen, die mit der Hand arbeiteten, und denen, die geistig tätig waren.<br>Am Ende des Kaiserreichs, 1914, hatten dann alle Beamten einen Anspruch auf bezahlte<br>Erholungszeit. Je nach Platz in der Hierarchie konnte der Urlaub von drei Tagen bis zu sechs<br>Wochen dauern. Für Arbeiter gab es so gut wie keinen Urlaub. Nur ein paar philanthropische<br>Unternehmer haben ihn als eine Art Bonus gewährt. Nach 1945 wurde schließlich gesetzlich<br>festgelegt, dass jedem Arbeitnehmer zuerst zwei und seit den 60er-Jahren drei Wochen<br>Urlaub pro Jahr zustehen.<br>Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg ist an Urlaub erstmal gar nicht zu denken, aber mit<br>dem Wirtschaftswunder boomt dann der Tourismus: „Dreieinhalb Millionen fuhren nach Italien.<br>Das Automobil gehört für seine Besitzer schon zur Familie. Das verhilft auch zu einem Platz<br>an der Sonne“, hieß es in einem Fernsehbericht. Der Weg nach Italien ist nicht mehr<br>anstrengend und das Land mit immer blauem Himmel ist für die Deutschen sehr attraktiv.<br>Fernreisen bedeuteten aber oft einen Kulturschock: das ungewohnte Klima oder<br>das unbekannte Essen. Urlaub bedeutet erlaubte Entfernung vom Alltag, die Begegnung mit<br>dem Fremden, etwa beim Spaghetti-Essen. Im Baedeker von 1955 liest man: „Die Dinger sind<br>entsetzlich lang - aber bitte, legen Sie das Messer weg! Wir wollen nicht auffallen.“<br>In den fünfziger Jahren gab es sogar eine Riesendebatte im Bundestag, ob man nicht in<br>den Schulen Tourismusunterricht machen sollte, weil jeder Deutsche gleichzeitig<br>ein Botschafter des Landes ist, wenn er sich im Ausland aufhält.<br>Bis Ende der 60er-Jahre verdoppelte sich das durchschnittliche Einkommen. Langsam<br>entsteht der Massentourismus. Massentourismus ist eigentlich immer auf die Reiseart<br>bezogen, man bucht bei einem Reiseveranstalter und organisiert eben nicht selbst. Klassische<br>Urlaubsländer wie Griechenland oder Spanien werden jährlich von mehr Fremden besucht,<br>als sie Einwohner haben.<br>Na podstawie: www.deutschlandfunk.de<br>MJNP-R0-100<br>Uzupełnij luki 6.5.-6.8. zgodnie z treścią tekstu, tak aby jak najbardziej precyzyjnie<br>oddać jego sens. Luki należy uzupełnić w języku niemieckim.<br>Im Mittelalter musste derjenige, der die Erlaubnis bekommen wollte, sich für eine gewisse Zeit<br>vom Fürsten- oder Königshof zu entfernen, einen zwingenden Grund dafür angeben. Erlaubt<br>wurden Reisen nur dann, wenn jemand 6.5.<br>musste.<br>Die Mode, Urlaub im heutigen Sinne zu machen, kam erst im 19. Jahrhundert. Die ersten, die<br>ihre Arbeitskraft regenerieren konnten, waren Menschen, die 6.6.<br>Sie mussten zuvor von einem Arzt bescheinigt bekommen, dass der Urlaub der Regeneration<br>dient.<br>Am<br>Ende<br>des<br>Kaiserreiches<br>hatte<br>diese<br>Gruppe<br>schon<br>das Recht 6.7.<br>Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es einige Zeit, bis man zu reisen begann. Aber schon in<br>den 50er-Jahren wurden die Deutschen mobiler und besuchten in ihren neuen Autos<br>massenweise Italien. Zwar lassen die Ratschläge zum Spaghetti-Essen im Baedeker<br>vermuten, dass die Fernreisen für die Deutschen 6.8.<br>,<br>aber das hat die Touristen nicht entmutigt. Die steigenden Zahlen der Auslandstouristen haben<br>sogar dazu geführt, dass man „Tourismus“ als Fach in den Schulen einführen wollte.<br>Bis Ende der 60er-Jahre stieg die Zahl der Leute, die im Urlaub ins Ausland fuhren, weiter an.<br>Das war der richtige Beginn des Massentourismus.<br>MJNP-R0-100</p>","answer_text_html":"<ol><li>Stanowisko wyrażone w tezie musi być spójne z treścią rozwinięcia rozprawki. 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Für mich ist dieses Argument jedoch nicht<br>überzeugend.</p>","solutions":[]}